Futtermittel


Der Bedarf an Nährstoffen kann durch verschiedene Futtermittel gedeckt werden. Futtermittel lassen sich dabei in verschiedene Kategorien einteilen.

Grobfuttermittel sind nicht oder nur wenig zerkleinerte Pflanzen, die frisch oder getrocknet verfüttert werden können. Zu den Grobfuttermittel zählen Beispielsweise Raufutter wie Heu und Stroh, aber auch Grünfutter, Gemüse und Obst. Kraftfuttermittel haben einen hohen Nährstoffgehalt. Hierzu zählen Beispielsweise Saaten, Getreide und Mischfutter.

Unterteilt werden kann zudem in Frischfutter (Grünfutter, Gemüse, Obst) und Trockenfutter (Heu, Getreide, getrocknete Kräuter...). Zu den Trockenfutter werden Futtermittel gerechnet, welche eine Feuchtigkeitsgehalt von unter 14 % aufweisen.

Die Auswahl an verschiedenen Futtermitteln ist daher groß, einige geeignete werden hier vorgestellt sowie Problematiken verschiedener Futtermittel und der Umgang damit erläutert.


Trockenfutter

Trockenfutter sind Futtermittel mit einem Feuchtigkeitsgehalt von unter 14 %. Normalerweise nehmen Kaninchen größere Mengen an Flüssigkeit über ihre Nahrung auf, welche einen Wassergehalt von ca. 60 % aufwärts enthält. Werden Kaninchen mit Trockenfutter ernährt, entsteht ein Wasserdefizit, welches nicht von allen Tiere ausreichend durch zusätzliches Trinken wieder ausgeglichen wird.

Einige Trockenfutter quellen zudem in Kontakt mit Flüssigkeit auf, wodurch dem Körper Flüssigkeit entzogen wird. Im schlimmsten Fall können stark quellende Bestandteile zu Magenrissen führen.

Um die Veränderung von Trockenfuttermitteln durch Wasser und die Aufnahme von Flüssigkeit zu demonstrieren wurde folgender Versuch durchgeführt:

Neun Ansätze mit jeweils 1 g Gewicht wurde mit 15 ml Wasser versetzt. Ausnahme bildete das Heu, welches mit 30 ml Wasser versetzt wurde, um es komplett zu bedecken..

  1. Hafer ganz
  2. Haferflocken
  3. Heu (geschnitten)
  4. Heucob ganz
  5. Heucob zerbröselt
  6. Pelletfutter für Pferde
  7. Kräuterpellet aus einem Müsli
  8. Rübenschnipsel (gepresst)
  9. Mineralpellet

Die Substanzen wurden in ein Glas gegeben und das Wasser dazu. Anschließen wurden die Gläser verschlossen, um eine Verdunstung zu vermeiden. Nach 24,5 Stunden wurden das Wasser entnommen (leicht gepresst, um zu entwässern) und gemessen.


Futtermittel vor und nach dem Versuch
Substanz
Übringgebliebenes Wasser in ml
Von der Substanz aufgenommenes Wasser in %
Hafer ganz
13,1
12,7 %
Haferflocken
5,4
64 %
Heu (geschnitten)
22
31,82 %
Heucob ganz
6,6
56 %
Heucob zerbröselt
6,6
56 %
Pelletfutter für Pferde
11
26,7 %
Kräuterpellet aus einem Müsli
11,8
21,4 %
Mineralpellet
10,6
29,4 %
Rübenschnipsel (gepresst)
4
73,4 %

Deutlich zu erkennen ist die unterschiedliche Quellfähigkeit der verschiedenen Futtermittel. Gemahlene Pellets zerfallen hauptsächlich und nehmen weniger an Volumen zu. Heucobs hingegen quellen ebenso wie Rübenschnipsel auf.

Der Versuch zeigt, dass trockenes Futter je nach Konsistenz sehr viel Flüssigkeit aufnehmen kann und was für eine einheitliche Masse Pellets nach ihrem Kontakt mit Flüssigkeit bilden.