Grünfutter


Allgemeines Informationen zum Thema Grünfutter: Heimtierwissen.de - Futtermittelkunde: Grünfutter

Frisches Grünfutter (abwechslungsreiches Angebot an Gräsern und Kräutern) darf nach entsprechender Gewöhnung in ausreichender Auswahl ad libitum angeboten werden. Es sollten dabei immer mehrere verschiedene Sorten verschiedener Kategorien vorhanden sein. Einschränkung müssen individuell gehandhabt werden.



Kapitel

Gräser

Kräuter

Blätter von Bäumen und Sträuchern

Blätter und Kraut verschiedener Kulturpflanzen



Gräser

Kaninchen finden in freier Natur häufig ein vielfältiges Angebot an Gräsern. Süßgräser sind daher einer der Hauptnahrungsquellen von Kaninchen. Je nach Alter der Pflanzen kann die Verdaulichkeit und der Gehalt an Nährstoffen von Gräsern stark variieren. Durch ihre Struktur, den hohen Gehalt an Kieselsäure und der aufgenommenen Menge nutzen frische Gräser die Zähne besonders effektiv ab. Gräser sollten neben Kräutern immer in ausreichender Menge angeboten werden.

UUrheber: Majorica; GNU FDL; Orginaldatei (Stand Mai 2013) Urheber: Gurbuz das ; GNU FDL; Orginaldatei (Stand Mai 2013)
Abbildung 1: Grünland. Der Unterschied zwischen Rasen (links) und Wiese (rechts) ist groß. Auf dem Rasen wachsen fast ausschließlich Hochzuchtgräser, die sehr trittfest sind. Der Artenreichtum der Wiese fehlt.

Es gibt unterschiedliche Arten von Gräsern, von denen manche problematisch sein können. Umfangreiche Informationen dazu unter: Heimtierwissen.de - Futtermittelkunde: Grünfutter- Gräser. Wichtig ist ein großes Angebot, damit die Tiere sich geeignete Teile selektieren können.

Urheber: James Lindsey; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand Mai 2013) Urheber: Rasbak; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand Mai 2013) Urheber: Rasbak; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand Mai 2013)
Abbildung 2: Gräser. Verschiedene Gräser werden von Kaninchen gerne gefressen. Von links nach rechts: Dactylis glomerata, Arrhenatherum elatius und Lolium perenne.



Kräuter

Neben Gräsern stellen Kräuter können mit eine der Hauptnahrungsquellen von wilden Kaninchen dar (Turček 1959). Sie liefern eine Vielzahl von Nähr- und Wirkstoffen. Viele Kräuter haben eine Heilwirkung und können daher auch gezielt zur Bekämpfung von Krankheiten eingesetzt werden. Wichtig ist Kräuter immer abwechslungsreich und nie zuviel bei mangelnder Auswahl von einem Kraut auf einmal zu füttern.

Kräuter sind reichhaltig an Mineralien und sollten daher möglichst frisch verfüttert werden. Dadurch ist gewährleistet, dass überschüssige Mineralien wieder ausgeschieden werden, ohne dass eine Gefahr für Blasen- und Nierensteine besteht.

Trockene Kräuter sollten nur in geringen Mengen gefüttert werden, sofern nicht auch Frischfutter ad libitum gefüttert wird. Als Richtlinie werden ca. 20 g pro kg Körpergewicht pro Woche zusätzlich zum Heu genannt. Je mehr Frischfutter gefüttert wird, desto unproblematischer sind Trockenkräuter.

Kräuter haben eine unterschiedlich starke Heilwirkung. Wenige haben eine starke Heilwirkung, welche sie verlieren können, wenn regelmäßig gefüttert wird. Viele entfalten ihre Wirkung hingegen erst bei regelmäßiger Aufnahme.

Kräuter entfalten nicht nur bei Krankheiten ihre Heilwirkung, sondern wirken auch vorbeugend. Viele unterschiedliche Wirkstoffe sorgen für ein funktionstüchtiges Immunsystem und daher für ein robustes Tier.

Urheber: Rainer Zenz; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand Mai 2013) Urheber: Thomas Huntke; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand Mai 2013)
Abbildung 3: Kräuter sind ein gutes Kaninchenfutter. Küchenkräuter wie Oregano, Thymian und Rosmarin sind genauso geeignet wie Kräuter aus freier Natur. Auf Vielfalt und Auswahl sollte geachtet werden.



Blätter von Bäumen und Sträuchern

Eine weitere Variante an Grünfutter sind Blätter von Bäumen und Sträuchern. Sie stellen eine willkommene Abwechslung dar und können, sofern geeignete Sorten mitsamt den verholzten Teilen gereicht werden.

Damit dient dieses Futter auch besonders der Zahnreinigung und fördert die Nageaktivität der Kaninchen.

Urheber: Łukasz Szczurowski; Commons-Lizenz; Orginal(Stand Mai 2013) Urheber: Willow ; GNU FDL; Orginaldatei (Stand Mai 2013)
Abbildung 4: Blätter von Bäumen und Sträuchern. Beliebt sind z.B. Apfelbaumzweige (links) und Haselnuss (rechts).



Blätter und Kraut verschiedener Kulturpflanzen

Verschiedene Teile von Kulturpflanzen eignen sich ebenfalls und können abwechslungsreich gefüttert werden.

Beispiele sind Fenchelgrün, Möhrenkraut, Kohlrabiblätter, aber auch verschiedene Blattgemüse.

Urheber: ARS; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand Mai 2013)
Urheber: Radomil; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand Mai 2013)
Urheber: Rasbak; Creative Commons-Lizenz; Orginaldatei (Stand Mai 2013)
Abbildung 5: Kraut von Kulturpflanzen. Geeignet sind z.B. (von links nach rechts): Karotten, rote Bete und Knollensellerie.



Quellen

Boback, Alfred W.; Das Wildkaninchen: (Oryctolagus cuniculus (Linné, 1758); 2., unveränd. Aufl.; Nachdr. der 1. Aufl., Wittenberg Lutherstadt, Ziemsen, 1970; Hohenwarsleben; Westarp-Wiss.-Verl.-Ges.; 2004; (Die neue Brehm-Bücherei; 415); ISBN 3-89432-791-X

Schlolaut, W. (Hrsg) in Zusammenarbeit mit Lange, K.; Das große Buch vom Kaninchen; 3., erw. Aufl.; Frankfurt am Main; DLG-Verl., 2003; 488 S.; ISBN 3-7690-0592-9

Turček, F. & Stiavnica, B.; Beitrag zur Kenntnis der Fraßpflanzen des Wildkaninchens, Oryctolagus cuniculus (Linne, 1758), in freier Wildbahn; Säugetierkundliche Mitteilungen; 1959; Heft 7; Seite 151 - 153; ISSN 0036-234