Nährstoffe


Kapitel

Allgemeines

Nährstoffe im Überblick

Nährstoffbedarf

Ermittlung des Nährstoffbedarfs

Angaben aus der Literatur

Fazit



Allgemeines

Nährstoffe sind verschiedene anorganische und organische Stoffe, die ein Lebewesen, in diesem Fall das Kaninchen, für seinen Stoffwechsel bzw. zur Lebenserhaltung benötigt.

Entscheidend für die Bestimmung des Nährstoffgehaltes sind verschiedene Analyseverfahren. Genauere Informationen im Artikel Futtermittelanalyse

Die Menge an Nährstoffen, welche für eine optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit benötigt wird, bezeichnet man als Nährstoffbedarf.

Benötigt werden sowohl Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Fette, Proteine) als auch Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe). Bezüglich des Energie- und Proteinsbedarfs wird unterschieden zwischen dem Erhaltungsbedarf und dem Leistungsbedarf.

  • Erhaltungsbedarf: Aus dem Grundumsatz und dem Bedarf für Nahrungsaufnahme, Verdauung und Muskeltätigkeit (artgerechte Haltung, termonneutraler Bereich) berechnet sich der Erhaltungsbedarf an Energie- und Proteinen. Unterhalb des thermoneutralen Bereiches wird mehr Energie benötigt.
  • Leistungsbedarf: Wird mehr Energie zugeführt, als der Erhaltungsbedarf notwendig macht, steht diese der Produktion zur Verfügung. Leistungsbedarf kann sich z.B. ergeben aus Reproduktion, Laktation, Wachstum oder Bewegungsleistung


Nährstoffe im Überblick

Fette

Fette (chemisch: Lipide) sind wichtig für die Energieversorgung bei Bewegung, Tätigkeit der Organe, Wärmeisolation und Erhaltung der Körpertemperatur. Sie bestehen aus dem dreiwertigen Alkohol Glycerin und maximal drei Fettsäuren. Zudem enthalten Fette eine Reihe von Bestandteilen, wie die fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) und das Cholesterin, welches nur in tierischen Fetten vorkommt. Die Eigenschaften eines Fettes werden bestimmt durch die Anzahl und Art der Fettsäuren. Hauptcharakteristika der Fettsäuren sind Kettenlänge (Anzahl der Kohlenstoffatome).

Fette enthalten mehr als das doppelte an Energie im Vergleich zu Zucker und Stärke. Unterschieden wird zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Einige dieser Fettsäuren sind essentiell, müssen also über die Nahrung zugeführt werden.

Für steigenden Fettgehalt wurden sowohl höhere Wachstumsraten (Arrington et al. 1974, Besedina 1977) als auch niedrigere Wachstumsraten (Parigi-Bini et al. 1974) beobachtet. Lebas (1975) wies keinen Effekt auf die Wachstumsrate nach. Die erklärte er damit, dass Kaninchen eine konstante Energieaufnahme anstreben und daher weniger Futter aufgenommen wurde. Allerdings beobachtete Thacker (1956) eine höhere Futteraufnahme bei steigendem Fettgehalt. Angaben zum optimalen Rohfettgehalt gelten daher als schwierig, zumal auch die Qualität des Fettes entscheidend ist (Lang 1981).


Kohlenhydrate

Hauptartikel: Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind Produkte der pflanzlichen Photosynthese und wichtige Energielieferanten. Der Energiebedarf kann stark variieren. Je kleiner das Tier, umso höher ist der Energiebedarf (Harkness 1987). Mangel an Energie führt zu Verlust an Körpermasse und kann Immunschwäche und damit eine erhöhte Infektionsanfälligkeit hervorrufen (Zentek und Kampuhes 1999).


Mengen- und Spurenelemente

Mineralstoffe dienen dem Aufbau des Skelettes, der Enzyme und des Blutes. Das richtige Verhältnis der Mineralstoffe ist wichtig für eine ausreichende Ausscheidung überschüssiger Mineralien über den Urin.

Calcium ist zu 99 % in den Knochen und Zähnen eingelagert. Der Rest befindet sich im Blut. Es ist Beispielsweise beteiligt an der Blutgerinnung, Aktivität von Enzymen, Erregbarkeit von Nerven, Muskelkontraktilität und Membranpermeabilität. Das Parathormon mobilisiert Calcium aus dem Skelettsystem. Die aktive Form von Vitamin D (Calcitriol) spielt ebenfalls eine Rolle bei Knochen Auf- und Abbau. Calcium wird passiv und beim Kaninchen bedarfsunabhängig aus dem Darm resorbiert (Glöckner 2002).

Phosphor ist zu 75 - 80 % in den Knochen und Zähnen eingelagert. Es spielt eine wichtige Rolle im Energie-Metabolismus. Es muss aktiv aus dem Darm resorbiert werden (Glöckner 2002). Dabei ist Vitamin D von Bedeutung. Da Kaninchen bedingt durch ihre Mikrobiota über eine Phytase verfügen können sie auch komplexe Phosphorverbindungen nutzen (Korn 2015). Der Gehalt an Phosphor sollte im Trockenfutter nicht mehr als 0,2 % betragen.

Empfohlen wird ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von Ca : P 2 : 1 oder Ca : P 1,5 : 1. Überwiegen von Calcium wird toleriert, eine Umkehr des Verhältnisses führt schnell zu Problemen (Glöckner 2002). Nach De Blas und Wiseman (2010) ist ein Calciumgehalt von 3 - 6 g/kg und ein Phosphorgehalt von 3 - 4,5 g/kg akzeptabel.


Rohfaser

Hauptartikel: Rohfaser

Unter Rohfaser versteht man eine sehr unterschiedliche Gruppe von Futter-Bestandteilen. Der überwiegende Teil besteht aus fasrigen Pflanzenteilen. Die Zusammensetzung hängt mit dem Analyseverfahren zusammen, da der Rohfaser-Gehalt dadurch bestimmt wird, dass das Futter in bestimmten Säuren und Laugen gekocht wird. Alles was bei diesem Vorgang aufgelöst wird und nicht Fett, Eiweiß oder Asche ist, bezeichnet man als Rohfaser. Im wesentlichen handelt es sich um Stützsubstanzen der Pflanze. Zum Beispiel Zellulose, Heminzellulosen (Pentosane, Hexosane) und Lignin

Rohfaser in der Kaninchenernährung ist ein äußert umstrittenes Thema. Die Angaben der Rohfaser in den verschiedenen Futtermitteln variieren genauso wie die Angaben der benötigten Menge. Rohfaser sorgt für eine schnellere Darmpassage und eine stabile Darmflora. Ein zu hoher Rohfasergehalt kann allerdings auch die Resorption von Nährstoffen verringern. Ausschlaggebend ist für Kaninchen allerdings nicht der reine Gehalt an Rohfaser, sondern Struktur und seine Verdaulichkeit. So ist Heu Beispielsweise unverdaulicher als Wiese. Die Struktur von Rohfaser spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Klein zermahlen, wie z.B. in Pellets bringt sie weniger positiven Effekt auf die Darmflora. Auch die chemische Gestalt (Lignin, Cellulose, Pektin etc.) der Rohfaser kann sich unterscheiden. Daher ist die Angabe reiner Rohfaser problematisch.


Protein (Eiweiß)

Hauptartikel: Proteine

Proteine spielen eine wichtige Rolle im gesamten Körper. Sie sind Baustoffe, Katalysatoren, Transporter, Motoren, Botenstoffe und Energiereserve. Protein ist durch nichts anderes zu ersetzten. Es ist nötig für Muskelbildung, Organwachstum, Haar und Krallenwachstum, Ersatz von verbrauchten Körpersubstanzen etc. Zusätzlich kann es als Energiequelle genutzt werden. Ein Mangel an Protein oder auch bestimmten Aminosäuren kann zu vielfäligen Schäden führen.

Proteine bestehen aus Aminosäure, einige müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sind also essentiell.

Bei Kaninchen sind dies folgende Aminosäuren:

  • Arginin
  • Glyzin
  • Histidin
  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin und Cystin
  • Phenylalanin
  • Tyrosin
  • Tryptophan
  • Threonin
  • Valin

Je vollständiger diese essentiellen Aminosäuren in der Futterration enthalten sind, desto höher ist seine biologische Wertigkeit. Das Fehlen nur einer dieser Aminosäure kann die Herstellung von körpereigenen Proteinen begrenzen und ihre Verwendungsfähigkeit mindern.

Proteine können entweder durch körpereigene Enzyme oder durch Mikroorganismen abgebaut werden. Nicht das gesamte aufgenommene Rohprotein kann verdaut werden, man spricht daher zusätzlich von verdaulichem Rohprotein.


Vitamine

Hauptartikel: Vitamine

Viele Vitamine können nicht selbst synthetisiert werden und müssen daher aufgenommen werden.

Gebildet werden können Vitamin C und unter Sonnenlicht Vitamin D. Vitamin C ist an Oxidations- sowie Reduktionsprozessen beteiligt. Zudem spielt es beim Aufbau von Hormonen, der Blutgerinnung sowie dem Immunsystem eine wichtige Rolle. Wichtig für die Verwertbarkeit dieses Vitamins sind Carotinoide. Vitamin D reguliert Kalzium sowie Phosphorstoffwechsel, fördert deren Aufnahme aus dem Darm, reguliert deren Ausscheidung über die Niere und ist wichtig für den Skelettbau.

Vitamin B wird im Blinddarm synthetisiert und mit dem Blinddarmkot aufgenommen, es ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Ebenso wird Vitamin K mit dem Blinddarmkot aufgenommen und ist bei verschiedenen Stoffwechselvorgängen von Bedeutung.

Vitamin K fördert die Synthese ungesättigter Fettsäuren und ist daher wichtig für das Fellwachstum. Aufgenommen werden vom Kaninchen Vitamin K1 (Phyllochinon) über Pflanzen und Vitamin K2 (Menachinon) über den Blinddarmkot. Vitamin K3 (Menadion) kann für Kaninchen zum Gift werden.

Vitamin A muss aufgenommen werden. In der natürlichen Nahrung ist es als Vorstufe vorhanden. Enthalten ist es insbesondere im Grünfutter. Bei alleiniger Aufnahme von minderwertigem Heu und Wurzelgemüse kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Vitamin A dient zum Aufbau, Schutz und der Regeneration von Haut und Schleimhäuten. Es ist wichtig für das Immunsystem und an vielen Stoffwechselwegen beteiligt. Bei Mangel an Vitamin A kann es zu Augenveränderungen, Wachstumsverzögerungen und Fortpflanzungsstörungen kommen.



Nährstoffbedarf

Der Bedarf an Nährstoffen ist von vielfältigen Faktoren abhängig und sehr individuell. Es ist daher nicht möglich, Angaben über den Nährstoffbedarf zu machen, die auf jedes Kaninchen zutreffen.

Faktoren können z.B. sein:

  • Umwelteinflüsse
  • Haltung
  • Alter
  • Geschlecht
  • Rangstellung
  • Körperliche Konstitution: Gesundheitszustand, Stress, Medikamente
  • Physiologie des Magen-Darm-Traktes (wie gut die Nährstoffe aufgenommen werden können)

Zusätzlich spielt die Zusammensetzung des Futters, nicht nur sein Nährstoffgehalt, eine entscheidende Rolle.



Ermittlung des Nährstoffbedarfs

Zu den verschiedenen Nährstoffen gibt es in der Literatur Empfehlungen. Die Einschätzung des Nährstoffbedarfs wird auf verschiedene Weise vorgenommen. Üblich ist der Dosis-Effekt-Versuch, in dem die Dosen verschiedener Nährstoffe variiert und die Wirkung zur Einschätzung des Bedarfs genutzt werden. Weiterhin dienen Zunahmen wachsender Tiere, sonstige Leistung, Nährstoffgehalte in Blut und anderen Geweben sowie Parameter wie z.B. Enzymaktivität der Bedarfseinschätzungen. Auf diese Weise werden Essentialität und mögliche toxische Wirkung ermittelt (Kamphues et al. 2004).

Analysiert werden können:

  • Verhalten
  • Wachstum
  • Leistung
  • Blut und Gewebe, sowie Reaktionen (z.B. Enzymaktivität)
  • Aufgenommene Nährstoffe (Futter) im Vergleich mit Ausscheidungen oder entnommenen Proben aus dem Verdauungstrakt

Die für Kaninchen bestehenden Nährstoffempfehlungen wurden in der Regel mit pelletiertem Futtermittel berechnet. Die Problematik dieser Vorgehensweise ist, dass Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Nähr- und Wirkstoffen nicht mit in die Ermittlung einbezogen werden können. Zudem werden, um ein Verfälschen der Ergebnisse zu vermeiden, häufig bewusst alle Selbstregulatorien wie z.B. Aufnahme des Blinddarmkotes ausgeschaltet. Werden den Tieren künstliche Zugänge gelegt, um Nahrungsbrei zu entnehmen, werden die Kaninchen in der Regel nicht alt genug um Langzeitversuche durchzuführen.



Angaben aus der Literatur

In der Literatur finden sich verschiedene Angaben zur Empfehlung bezüglich des Energie- und Nährstoffgehaltes von Kaninchenfutter. Die Angaben beziehen sich auf die Zusammensetzung eines Alleinfuttermittels.

Tabelle 1: Bedarfswerte aus der Literatur

Nährstoffe
Empfohlene Menge
Quelle
Fett
2 - 4 %
Lang (1981)
2 - 5 %
Wolf und Kamphues (1999)
Kohlenhydrate
Erhaltungsstoffwechsel
440 kJ DE**/kg KM0,75
Kamphues et al. (2004)
1,30 - 5,70 MJ DE** pro Tag
Lackenbauer (2001)
550 kJ DE**/kg KM0,75
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Leistungsstoffwechsel
~3x Erhaltungsbedarf (Laktation)
Kamphues et al. (2004)
Mengen- und Spurenelemente
Calcium
0.4 - 1.1 %
Schlolaut (2004)
Phosphor
0.2 - 0.8 %
Schlolaut (2004)
Magnesium
0.2 - 0.3 %
Schlolaut (2004)
Natrium
0.2 - 0.3 %
Schlolaut (2004)
Kalium
0,5 - 0,7 %
Schlolaut (2004)
Kupfer
3 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Mangan
2,5 - 8,5 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Iod
0,2 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Rohfaser
12 - 14 %
Colin et al. (1976)
18 - 20 %
Jenkins (1991)
14 - 16 %
Wolf und Kamphues (1999)
8 - 9 %
Heckmann und Mehner (1970)
Vitamine
Vitamin A
6000 - 12000 IE/kg
Schlolaut (2004)
6000 - 10000 IE/kg
Lebas (1989)*
Vitamin D
500 - 900 IE/kg
Schlolaut (2004); Lebas (1989)*
Vitamin E
50 IE/kg
Schlolaut (2004); Lebas (1989)*
Vitamin K
2 IE/kg
Schlolaut (2004); Lebas (1989)*
Vitamin B1
2 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Vitamin B2
4 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Pantothensäure
20 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Vitamin B6
2 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Vitamin B12
0,01 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Niacin
50 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Folsäure
5 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)
Biotin
0,2 mg/kg
Wiesenmüller&Leibetseder (1993)

* für ein Futtermittel mit 89 % Trockensubstanz

** disgestible energy (verdauliche Energie)


Protein

Empfohlener Proteingehalt nach Kampuhes (2004) in g pro verdaulichem Rohprotein pro MJ verdauliche Energie:

  • Erhaltung: ~ 6
  • Wachstum: 10 - 12
  • Gravidität: 7 - 14
  • Laktation: 12 - 15

Tabelle 2: Proteinbedarfswerte aus der Literatur

Protein [%]
Jungtiere (4 - 12 Wochen)
Erhaltung
Laktation
Gravidität/Mast
Quelle
Rohprotein
16
18
15
17
Lebas (1989)*
17 - 18 %
12 - 15 %
18 - 22 %
18 - 22 %
Schloaut (2004)
Verdauliches Protein
11,5
13,3
10,8
12,4
Lebas (1989)*
12 %
8 - 11 %
13 - 16 %
13 - 16 %
Schloaut (2004)
Aminosäuren
Methionin und Cystin
0,60
0,60
0,55
0,60
Lebas (1989)*
Lysin
0,70
0,90
0,65
0,70
Lebas (1989)*
Arginin
0,90
0,80
0,80
0,90
Lebas (1989)*
Threonin
0,55
0,70
0,55
0,60
Lebas (1989)*
Tryptophan
0,13
0,20
0,12
0,13
Lebas (1989)*
Histidin
0,35
0,43
0,35
0,40
Lebas (1989)*
Isoleucin
0,60
0,70
0,67
0,65
Lebas (1989)*
Phenylalanin und Tyrosin
1,20
1,40
1,10
1,25
Lebas (1989)*
Valin
0,70
0,85
0,68
0,80
Lebas (1989)*
Leucin
1,05
1,25
1,00
1,20
Lebas (1989)*

* für ein Futtermittel mit 89 % Trockensubstanz



Fazit

Jeder Organismus hat einen individuellen Bedarf an Nährstoffen. Angaben aus der Literatur können dem Verständnis dienen, beziehen sich aber auf bestimmte Futtermittel und Tiere in bestimmter Umgebung.

Kaninchen in freier Natur haben ein bestimmtes Nahrungsspektrum. Es ist daher zu erwarten, dass dieses Futter ihrem Bedarf gerecht wird. Ermittelte Werte von Pflanzen aus dem natürlichen Nahrungsspektrum von Kaninchen können daher ebenfalls Anhaltspunkte liefern.


Abbildung 1. Vergleich von Alleinfutter und Wiese bezüglich des Gehaltes an Nährstoffen. Mit 75 % hat Wiese deutlich mehr Wasser als ein Alleinfutter mit 90% Trockensubstanz.

* Rohasche, NfE; ** Entsprechend den Empfehlungen von Schlolaut (2004)


Eine Auswahl an geeigneter und qualitativ hochwertiger Nahrung ermöglicht es dem Kaninchen, seinen Nährstoffbedarf optimal zu decken. Der Gesundheitszustand, das Verhalten und die Leistungsfähigkeit sind Anhaltspunkte, die dem Halter zeigen können, ob die Tiere bekommen, was sie benötigen.



Quellen

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