Quarantäne


Quarantäne bedeutet befristete Isolierung von Tieren, welche verdächtig sind, an bestimmten Infektionskrankheiten erkrankt oder Überträger dieser Krankheiten zu sein. Auch kann eine Quarantäne bei frisch kastrierten männlichen Tieren nötig sein, da diese noch einen "Schuss" frei haben.


Quarantäne neuer Kaninchen

Kommt ein Kaninchen in einen Haushalt, in dem sich bereits andere Kaninchen befinden, ist es sinnvoll, eine Quarantänezeit einzuhalten. Durch Stress des Umzuges oder Vergesellschaftungen sind Kaninchen durch Erreger besonders gefährdet. Auch bekommt das Kaninchen durch eine entsprechende Eingewöhnungszeit die Möglichkeit, sich an heimischen Mikroben zu gewöhnen, bevor es dem Stress einer Vergesellschaftung ausgesetzt wird. Dadurch kann es ein gesundes Immunsystem aufbauen.

Während dieser Quarantänezeit sollte der Kot des Kaninchens zweimal mit einem Abstand von einer Woche und Sammlung über mind. 3 Tage untersucht werden. Die Zeit der nötigen Quarantäne ist unterschiedlich.

  • Kaninchen aus guter Haltung und Versorgung sollten sie 2 Wochen in Quarantäne halten
  • Kaninchen aus schlechter Haltung oder Kaninchen, die viel Kontakt zu unterschiedlichen anderen Kaninchen haben (z.B. Tierheim oder Pflegestellen mit sehr vielen Kaninchen) sollten sie vorsichtshalber mind. 4 Wochen in Quarantäne halten
  • Gleiches gilt für ungeimpfte Tiere. Diese sind stark durch geimpfte gefährdet, da letztere den Erreger unentdeckt tragen können. Es sollte sich daher erst ein Impfschutz aufbauen können.


Kastrationsquarantäne

Wird ein geschlechtsreifes Männchen kastriert, verbleiben Samen in der Samenblase bzw. dem Samenleiter. Mit etwas "Glück" (weniger für den Besitzer) kann es daher auch nach einer Kastration noch eine Zeit lang Nachwuchs zeugen. Daher ist es nötig, die Rammler noch einige Wochen vom Weibchen zu trennen.

Bei Rammlern, denen die Hoden, nicht aber die Nebenhoden entfernt wurden konnten noch nach 8 Wochen erfolgreich decken (Schmitt 1950). Generell wird eine Quarantänezeit von 6 Wochen empfohlen und ist normalerweise ausreichend.



Quellen

Schmitt J. : Literaturstudie über die Biologie des Spermas, Gießen 1950