Spanien - Über das ursprüngliche Habitat der Kaninchen


Auf der iberischen Halbinsel haben Wildkaninchen die Eiszeit überdauert. Von dort aus breiteten sie sich in das westliche Südeuropa aus und gelangten auch nach Nordafrika.

Spanien erhielt seinen Namen von den Phöniziern, welche die dort lebenden Kaninchen für Klippschliefer hielten und das neu entdeckte Land "I-saphan-In", Insel der Klippschliefer nannten.


Interessant ist die Beschaffenheit des ursprünglichen Biotopes von wilden Kaninchen, da dies Aufschluss über die ursprüngliche Anpassung des Kaninchens gibt.


Klima

Spanien wird in verschiedene Klimazonen unterteilt.

Zone Gebiete Merkmale
Atlantisches Klima An der nördlichen Atlantikküste: Galicien, Asturien, Kantabrien, Baskenland, Navarra (Norden) Vor allem im Winter Niederschläge, sehr milde Winter und Sommer
Ozeanisch-Kontinentales Klima Im Zentrum der Iberischen Halbinsel: Kastilien-León, Madrid, La Rioja, Navarra, Kastilien-La Mancha, Extremadura, Andalusien. Sehr kalte Winter mit regelmäßigen Schneefällen im Norden und heiße Sommer, hauptsächlich im Winter Niederschläge.
Kontinentales Mittelmeerklima Aragón, Katalonien, Valencia (Hinterland), Murcia, Kastilien-La Mancha, Andalusien Niederschläge vor allem in Frühling und Herbst. Heiße Sommer und kalte Winter; die täglichen Temperaturschwankungen können 25 °C betragen.
Mittelmeerklima Katalonien, auf den Balearen, in Valencia, Murcia, Andalusien. Niederschläge fallen vor allem im Frühjahr und Herbst, zum Teil wolkenbruchartig (erste Septemberwoche). Durch die von Norden nach Süden abnehmende Niederschlagsmenge (Barcelona 640 mm, Tortosa 524 mm, Valencia 454 mm, Alicante 336 mm, Almería 196 mm) kann das Mittelmeerklima in ein feuchtes und trockenes unterschieden werden. Die Temperaturen sind im Winter mild, im Sommer ist es heiß, teilweise auch heiß-feucht.
Subtropisches Klima Auf den Kanaren Milde Temperaturen (18 bis 24 °C) fast über das ganze Jahr, einen Winter gibt es so gut wie nicht (Durchschnittstemperaturen in Santa Cruz de Tenerife: 17,9 °C im Januar und 25,1 °C im August). Die Niederschläge auf den Kanaren variieren sehr stark in den einzelnen Regionen der Inseln
Gebirgsklima In den Höhenlagen der Pyrenäen, des Kastilischen Scheidegebirges, des Kantabrischen- und Iberischen Gebirges und der Betischen Kordillere. Lange, kalte Winter und kurze, frische Sommer
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Vegetation

Coto de Doñana, Verbreitungsgebiet des Pardelluchses und seiner Hauptbeute, dem Wildkaninchen
Urheber: Marc Ryckaert (MJJR), Quelle
Bedingt durch die unterschiedlichen Klimazonen finden sich in Spanien unterschiedliche Vegetationsgebiete. Durch das maritimen Klima nördlich des Gebirges ist die Vegetation keinen starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Zusätzliche Niederschläge fördern eine üppige Vegetation mit über 5000 verschiedenen Pflanzenarten. Besonders verbreitet sind Farne, Heidekraut, Erikagräsern und verschiedene Ginsterarten.

Früher waren weite Teile Spaniens mit Wald bedeckt, heute sich etwa 35,9 % (2005) der Fläche bewaldet. In Niederen Gegenden finden sich vornehmlich Laubwälder. Typische Vertreter sind Kastanien, Ahorn, Ulmen, Eschen, Haselnusstraeucher und Eichen. In den Bergregionen finden sich einige Wälder die vorwiegend aus Buchen und verschiedene Nadelbaumarten bestehen.

Im Süden des Gebirges ist die Vegetation stärkeren Schwankungen ausgesetzt. Lange Trockenperioden und Temperaturen bis zu 40 Grad stellen an Pflanzen besondere Anforderungen. Typische Baumarten, die unter diesen trockenen Bedingungen wachsen sind die Pinie, die Steineiche, die Seekiefer oder die Zenneiche. Weite Teile bestehen nur aus brachliegendem Land oder Gestrüpp.

50 % wird von mediterraner Vegetation eingenommen. Dabei zeigen sich im Ebro-Becken mit seinen Grassteppen, aber auch im trockenen Südosten des Landes erste Parallelen zu den weiten Steppengebieten Nordafrikas. Häufig vorkommende Pflanzen sind Kermeseichen und Lavendel.

Unterteilt werden kann diese mediterrane Vegetation in zwei Erscheinungsformen, beide entstanden über Jahrhunderte durch den Einfluss des Menschen. Anstelle der nun abgerodeten, immergrünen Wäldern findet sich Macchie, eine Vegetationsformen mit Myrte, Echter Lorbeer und Erdbeerbaum als typische Vertreter. Die Garigue-Vegetation hingegen entsteht auf trockenem Boden, weist einen lichten Bewuchs auf uns besteht aus knie- bis mannshohen Gebüschformationen mit Zistrosen, Mastixarten und Hartlaubzwergsträuchern.

Auf den Kanarischen Inseln findet sich auf den vulkanischen Böden eine Vielzahl verschiedener Pflanzen. Im Flachland insbesondere solche Arten, die an heißes und trockenes Klima gewöhnt sind. In einer Höhe ab 400 m findet sich eine mediterrane Pflanzenwelt und in größeren Höhen mit niedrigeren Temperaturen Stechpalmen, Lorbeer, Myrte und andere Bäume.

Die Balearen weisen eine typische mediterrane Vegetation auf.

Die Macchie ist die degenerierte Form des Hartlaubwaldes
Urheber: Markus Schweiss, Quelle